Ed Sullivan

Ed Sullivan wurde am 28. September 1901 in Harlem, New York geboren. Bekannt wurde er durch die gleichnamige Ed Sullivan Show, die von CBS ausgestrahlt wurde.

Steckbrief

Ed Sullivan

Ed Sullivan
28. September 1901
Geburtstag
Harlem, New York, USA
Geburtsort
Waage
Sternzeichen
13. Oktober 1974
Gestorben (Alter 73 Jahre)
New York City, New York, USA
Sterbeort
Speiseröhrenkrebs
Todesursache
1,71 m (5.61 ft.)
Größe
Entertainer
Beruf
Folge Ed Sullivan

[person]

Ed Sullivan wurde am 28. September 1901 in Harlem, New York City als Edward Vincent Sullivan geboren. Der Sohn von Elizabeth F. (geb. Smith) und Peter Arthur Sullivan starb am 13. Oktober 1974 an den Folgen einer Krebserkrankung in New York.

Frühe Jahre und Karriere

Ed Sullivan, dessen Vater Angestellter bei der Zollbehörde war, wuchs in Port Chester, New York auf. Die Sullivan Familie war irischer Abstammung und liebte seit jeher Musik. Häufig wurde Klavier gespielt oder es wurde gesungen. Der ganz Stolz der Sullivans war ein Phonograph, auf dem jede Art von Schallplatte abgespielt wurde.

Der Besuch der Port Chester High School brachte Ed Sullivan verschiedene sportliche Auszeichnungen ein. Er spielte begeistert Football und Baseball. In der Baseballmannschaft bekleidete er die Funktion des Kapitäns und hatte die Position des Fängers inne.

Nach dem erfolgreichen Schulabschluss bekam Ed Sullivan seinen ersten Job bei der lokalen Zeitung “The Port Chester Daily Item”, für die er bereits in der High School Sportnachrichten schrieb. 1919 wechselt er zur “The Hartford Post”. Die Zeitung ging jedoch in der ersten Arbeitswoche bankrott und Sullivan war gezwungen, als Sportreporter zur “New York Evening Mail” zu wechseln. Nachdem auch diese Zeitung 1923 geschlossen wurde, folgte eine Reihe von Nachrichtenjobs bei “The Associated Press”, “The Philadelphia Bulletin”, “The Morning World”, “The Morning Telegraph”, “The New York Bulletin” und “The Leader”.

Schließlich trat Ed Sullivan 1927, als erster Sportjournalist und später als Sportredakteur, eine Tätigkeit bei der Zeitung “The Evening Graphic” an. 1929 wurde er zum Broadway-Kolumnisten und schrieb über den Klatsch und Tratsch aus der Theaterszene.

Seine Kolumne ist so erfolgreich, dass er eine Radiosendung (Mr. Broadway) erhält, in der er die Zuschauer durch das Nachleben der Broadway-Shows führt und Interviews mit bekannten Stars und unbekannten Darstellern führt. Fortan gilt Sullivan als der Mann, der Karrieren enorm fördern aber auch zu Nichte machen kann.

Während seiner gesamten Karriere als Kolumnist, befasste sich Ed Sullivan mit dem Thema Unterhaltung. In den 1920er und 1960er Jahren produzierte er verschieden Varieté-Shows, leitete ein Radioprogramm beim Sender WABC (heute WCBS) oder organisierte Wohltätigkeitsveranstaltungen. 1941 wurde Sullivan zum Gastgeber der Radiosendung “Summer Silver Theater” beim Sender CBS. Hier begrüßte er jede Woche neue Gaststars, die in der Sendung auftreten durften.

Geburt der Ed Sullivan Show

1948 nahm Ed Sullivan das Angebot von CBS-Produzent Mario Lewis an, die Show “Toast of the Town” zu übernehmen. Sie Sendung wurde Sonntagnachts, aus dem “Maxine Elliott Theatre” in der West 39th Street in New York City übertragen. Später wurde das Format in “The Ed Sullivan Show” umbenannt.

Im Januar 1953 zog man ins CBS-TV Studio 50, 1697 Broadway (53rd Street) in New York City um. Das Studio, aus dem später auch die “Late Show” mit David Letterman und die “The Late Show” mit Stephen Colbert gesendet wurde, wurde 1967 in “Ed Sullivan Theater” umbenannt.

Von den anfänglich schlechten Kritiken zu seiner Sendung lies sich Sullivan nicht beeinflussen und setzte seinen Weg unbeirrt fort. Die Kritikerin Harriet Van Horne schrieb zum Beispiel: “Er ist dort, wo er ist, nicht weil er Persönlichkeit hat, sondern weil er keine Persönlichkeit hat”. Die Reaktion von Sullivan lies nicht lange auf sich warten:“Dear Miss Van Horne: You bitch. Sincerely, Ed Sullivan.”.

In den 1950er und 1960er Jahren gilt der Showmaster als “Sullivan, the starmaker”. Viele berühmte Künstler wie die “The Beatles”, “The Jackson 5”, “Sammy Davis Jr.”, “Louis Armstrong”, “Bo Diddley”, “The Beach Boys” oder “The Platters” waren in der Ed Sullivan Show zu Gast.

Im Jahr 1965 wird die Sendung in Farbe übertragen. Als CBS neuen und frischeren Formaten Platz machen wollte, wurde die Show 1971 abgesetzt.

Ed Sullivan und Elvis Presley

Trotz der Devise, dass jeder in seiner Show auftreten dürfe, egal welcher Hautfarbe, Religion oder politischer Gesinnung er angehöre, weigerte sich Ed Sullivan strikt, Elvis Presley in seiner Sendung auftreten zu lassen. Er sah in Elvis Bühnenbewegungen ein anstößiges Verhalten und hatte Angst vor der Reaktion seines überwiegend konservativen Publikums.

Nachdem der King Of Rock ‘n’ Roll jedoch in der Konkurrenzsendung “Steve Allen Show” doppelt so viele Zuschauer wie Sullivan vor die TV-Geräte zog, änderte der Showmaster seine Meinung. So buchte man Elvis für einen Auftritt am 09. September 1956. Da sich Ed Sullivan bei einem Autounfall im August 1956 schwer verletzte, wurde Presley vertretungsweise von Charles Laughton angekündigt. Elvis, der zu dieser Zeit seinen Film “Love Me Tender” drehte, reiste nicht nach New York, sondern wurde aus den CBS Studios in Hollywood, Kalifornien in die Sendung eingeblendet

Man buchte Elvis für zwei weitere Sendungen am 28. Oktober 1956 und 06. Januar 1957 und die Zuschauerzahlen brachen alle Rekorde. Nachdem Ed Sullivan den jungen Rockstar persönlich kennen gelernt hatte merkte er nach der letzten Sendung an:

I wanted to say to Elvis Presley and the country that this is a real decent, fine boy, and wherever you go, Elvis, we want to say we’ve never had a pleasanter experience on our show with a big name than we’ve had with you. So now let’s have a tremendous hand for a very nice person!

Privatleben und Tod

Die Verlobung mit der Profischwimmerin Sybil Bauer wurde 1927, durch deren Krebstod im Alter von 23 Jahren, jäh beendet. Etwas später trifft sich Ed Sullivan mit Sylvia Weinstein, die aus einer strengen jüdischen Familie stammt. Weinstein, die Angst vor der Reaktion ihrer Familie hat, stellt ihren Freund als Ed Solomon vor. Ihr Bruder kommt jedoch hinter den Schwindel und das Paar muss hart kämpfen um am 28. April 1930 heiraten zu dürfen.

1930 erblickt die gemeinsame Tochter Elizabeth (“Betty”) Sullivan das Licht der Welt. Benannt wurde die Kleine nach Sullivans Mutter, die im selben Jahr verstarb. Betty Sullivan heiratet später Bob Precht , den Produzenten der “Ed Sullivan Show”. Das Paar bekommt fünf Kinder: Robert Edward, Carla Elizabeth, Vincent Henry, Andrew Sullivan und Margo Elizabeth.

Die geliebte Ehefrau Sylvia Weinstein verstirbt am 16. März 1973 und bei Ed Sullivan wird, im Rahmen einer Röntgenuntersuchung im September 1974, fortgeschrittener Speiseröhrenkrebs diagnostiziert. Die Ärzte räumen ihm nur noch wenig Lebenszeit ein und so entschließt sich die Familie die Diagnose vor Ed zu verheimlichen. Dieser geht davon aus, dass er unter einem Magengeschwür leiden würde.

Ed Sullivan verstirbt am 13. Oktober 1974 im Alter von 73 Jahren im Lenox Hill Hospital, New York. An der Trauerfeier in der St. Patrick’s Cathedral in New York City nehmen 3000 Menschen teil. Sullivan wird in einem Familiengrab auf dem Ferncliff Cemetery in Hartsdale, New York beigesetzt.

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Zuletzt aktualisiert: 21.10.2019 | Geschrieben von: Stephan Wäsche

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